Viele weitere Informationen über die Dübener Heide bekommen Sie auf der offiziellen Webpräsenz des Naturparks Dübener Heide e.V..
Rund um die Goitzsche bei Bitterfeld
Die Goitzsche bei Bitterfeld liegt zwar nicht im Naturpark Dübener Heide ist aber aufgrund ihrer Nähe zum selben und wegen der Sehenswürdigkeit eines renaturierten Gebietes berichtenswert. Es ist schon wirklich erstaunlich, was man nach dem massiven Raubbau an der Natur und Gesellschaft wieder herstellen kann. Die heutigen Betreiber des Bergbaugeländes scheuen offenbar auch keine Mühen oder Kosten, für die heutigen Besucher ein sehens- und erlebniswertes Areal zu schaffen. Dennoch: sehr viele Orte, geschichtsträchtige Gebäude und natürlich die Heimat unzähliger Menschen ist vor vielen Jahren auch hier einfach weg gebaggert worden, woran auch diverse Gedenktafeln erinnern.
Die Goitzsche ist nur ein See einer ganzen Seenlandschaft, die zwischen Bitterfeld und Leipzig entstanden ist. Um die Goitzsche führt ein 33 km langer Radweg, der sehr viele Anschlusswege findet, die nur teilweise gut ausgeschildert sind. Vor allem die Begrifflichkeiten auf den Schildern sind nicht allen Touristen vertraut und so haben wir auf unserer Tour am 31.07.2010 einige Menschen getroffen, die bei der Orientierung um Hilfe baten. Aber die Wege selbst sind so gut beschaffen, dass es eine wahre Freude ist, sie zu befahren. Asphaltierte und 4m breite Wege lassen keinen Zweifel aufkommen: hier sollen Radtouristen Urlaub machen.
Die Tour ist mit Pausen in 3-4 Stunden gemütlich zu absolvieren. Jedoch ist zu bedenken, dass nur an den West- und Nordufern ausreichend Gastronomie vorgehalten wird, an den Wegen im Osten und Süden der Goitzsche kann man eher die neu gewachsene Natur erfahren. Entscheidend ist also der Startpunkt. Entweder man fährt zum Ortseingang der Stadt Bitterfeld, wo große Parkplätze zum Parken vorhanden sind (gebührenpflichtig), oder man fährt auf die Halbinsel Pouch, die vom Ort Pouch aus zu erreichen ist. Hier sind ebenfalls große Parkplätze, die (noch) gebührenf
rei genutzt werden können.
Wir starteten von der Villa am Bernsteinsee aus (Ortseingang Bitterfeld) und fuhren nach einem stärkenden Mittagessen in nördliche Richtung über die Halbinsel Pouch und machten in Pouch direkt am Goitzsche-Ufer im Künstler-Café (An der Muldeaue 16, 06774 Pouch, geöffnet Sa. u. So. 11-18 Uhr) Halt. Hier gibt es eine außergewöhnliche Gastronomie zu sehen, die nicht alltäglich ist. Selbstbedienung, gemütliche Ecken im Garten sowie im Haus selbst und ein künstlerischer Bäcker sind die Grundlage für eine außergewöhnliche Erfahrung.
Die Weiterfahrt in östlich-südlich und schließlich westliche Richtung zieht sich ganz schön hin. Hier kommt man auch an vielen anderen Seen vorbei, die noch geflutet werden. Es dauert dann schon seine Zeit, bis man zum Ausgangspunkt zurück kehrt und das Fahrrad wieder in den Fahrradständer stellen kann. Der Blick über den Hafen, das Strandcafé (mit Liegestühlen!) und die wunderschön entstandene Goitzsche ist auf jeden Fall eine Fahrt über die Grenzen der Dübener Heide wert.
